Dr. Josef von Schork Erzbischof von Bamberg

Erster Ehrenbürger der Gemeinde Kleinheubach

Geboren am 17. Dezember 1829 in Kleinheubach

Gestorben am 25. Januar 1905 in Bamberg
 

Die Verleihung der ersten Ehrenbürgerwürde von Kleinheubach geht auf das Jahr 1891 zurück und ist in der Bürgermeisterrechnungen der Marktgemeinde (Belege 283 und 284) festgehalten. Diese damals neu geschaffene Auszeichnung wurde im selben Jahr dem in der Löwengasse 18  in Kleinheubach geborenen Josef Schork, dem späteren Erzbischof von Bamberg verliehen.

Nach verschiedenen Pfarrstellen und weithin beachteten Kanzelreden wurde er 1860 in die Bischofstadt Würzburg gerufen, wo er zunächst als Domprediger und ab 1871 als Domkapitular und Dompfarrer wirkte.

1889 wurde Schork bereits als Domprobst durch päpstliche Verleihung mit dem Doktortitel ausgezeichnet. Prinzregent Luitpold berief 1890 den 60jährigen Schork nach dem Tode des Bamberger Erzbischofs Friedrich von Schreiber zu dessen Nachfolger auf dem Bischofsstuhl.

Die feierliche Verkündigung durch Papst Leo XIII und die Bischofsweihe im Bamberger Dom erfolgten 1891. Verbunden damit war eine Erhebung in den bayerischen Personaladelsstand.

Zahlreiche Vorträge und die Veröffentlichung seiner Kanzelreden, aber auch die Gründung neuer Pfarreien und Kircheneinweihungen spiegeln das rastlose Wirken des Erzbischofs in der Diözese Bamberg wieder.

Am 25. Januar 1905 verstarb der Erzbischof in Bamberg an verschiedenen Altersleiden und wurde am 28. Januar im Dom feierlich beigesetzt.

Während seiner Zeit als Mitglied des Domkapitels stiftete Josef Schork im Jahre 1886 die Totenglocke auf dem katholischen Friedhof in Kleinheubach, wo seine Eltern auch ihre letzte Ruhe fanden. 1902 stiftete er für die Wallfahrtskirche auf dem Engelberg in Großheubach einen Altar, der das alte Marien Gnadenbild aufnahm.