Rund ums Kind

Vieles von dem, was Kinder in unserer KITA lernen, tragen sie nicht vorzeigbar in der Hand mit nach Hause. Trotzdem machen sie dort eine Menge Erfahrungen und lernen Qualitäten, die stark machen für das Leben.

Nachfolgend zeigen wir Beispiele für Lernerfolge in unserer Einrichtung, die vielleicht nicht gleich ins Auge springen, dafür Kinder umso wirkungsvoller in ihrer Entwicklung unterstützen. Diese finden sich in unserer täglichen Arbeit mit den Kindern.

Du bist mir wichtig!
In unseren altersgemischten Gruppen erleben sich die Kinder mal groß, mal klein, mal stark, mal helfend, mal Hilfe suchend… Solche Erfahrungen sind die Grundlage für gegenseitiges Verständnis und verantwortliches Handeln.

rund_ums_kind_1Ich habe Interesse!
Kinderfragen werden aufgegriffen. Zusammen machen wir uns auf die Suche nach Antworten. Wir nehmen die Kinder in ihren Interessen ernst, denn so entwickeln sie Freude am Lernen und Entdecken.

Ich begreife!
Kinder lernen ganzheitlich. Sie wollen Dinge nicht nur anschauen oder darüber reden. Sie wollen sie anfassen, daran riechen, schmecken, befühlen, ausprobieren. Das ist in unserer Einrichtung natürlich erlaubt und wird unterstützt und gefördert.
Sinneswahrnehmungen sind die Grundlagen für ein differenziertes Vorstellungs- und Denkvermögen. Deshalb haben unsere Kinder zwar auch mal schmutzige Hosen und klebrige Hände, aber nur so machen sie all die Erfahrungen, die sie später einmal in die Lage versetzen, in der Schule mit zu denken und Zusammenhänge gedanklich nachvollziehen zu können.

Ich kann etwas!
Sich selbst an- und ausziehen – die Schuhe selbst binden – darauf achten, dass der verlorene Hausschuh wieder gefunden wird – das verschüttete Getränk selbst aufwischen. Das sind die kleinen Schritte zur großen Selbstständigkeit.
Natürlich ist unsere helfende und unterstützende Hand immer in der Nähe.

Das will ich wissen!
Die Triebfeder zum Lernen ist die Neugierde. Und neugierig sind Kinder ganz gewaltig. Dies ist in unserer Einrichtung erwünscht und wird auch unterstützt.

rund_ums_Kind_2Ich traue mich!
Mit dem Messer schneiden, auf Bäume klettern, zu balancieren – Kinder wollen die Dinge „echt“ tun und nicht (immer) nur im Spiel. Bei uns dürfen die Kinder kochen, backen, werken, pflanzen, eigene Ideen verwirklichen…
Zutrauen macht stark und motiviert…

Ich habe eine Idee!
Bilder malen, werken, gestalten, musizieren, im Sand spielen, Geschichten spielen und erfinden … Wir bieten Zeit m Möglichkeiten und Freiheit für eigene Ausdrucksformen. Dabei entwickeln Kinder Eigeninitiative und Fantasie, verfolgen ihre Ideen, finden eigene Wege und Lösungen, werden erfinderisch und kreativ.

Das mache ich gern!
Kindergartenalltag orientiert sich an den Bedürfnissen der Kinder. Besondere Bedeutung kommt dabei dem Spiel zu. Spielen macht Spaß, und was Spaß macht, das machen Kinder mit ganzem Herzen. Zeit zum spielen ist Zeit, in der Kinder einer Sache mit Konzentration nachgehen und dabei Ausdauer und Durchhaltevermögen entwickeln.

Ich gehöre dazu!
Mit anderen zusammen sein, heißt für Kinder vor allem mit anderen spielen. Gemeinsames Spielinteresse verbindet. Im Spiel planen Kinder miteinander, setzen sich auseinander, lernen sich zu behaupten, finden Kompromisse, schließen Freundschaften…

Ich habe etwas zu sagen!
Einen Streit miteinander klären – erzählen, was man erlebt hat – zusammen etwas planen – nach der eigenen Meinung gefragt werden -  sagen können, was man will und was man nicht möchte… Das macht stark. Wer sich sprachlich ausdrücken lernt, kann sich mit anderen verständigen, wird nicht überhört oder übergangen.

rund_ums_Kind_3Ich habe eine Aufgabe!
In unserer Einrichtung übernehmen Kinder Aufgaben in der Gemeinschaft. Nach dem Spiel zusammen aufräumen, den anderen beim Anziehen helfen, sich um ein neues Kind kümmern, helfen, das Geschirr in die Küche zu bringen,… In vielen kleinen Handlungen lernen Kinder, Verantwortung für einander und für eine gemeinsame Sache zu übernehmen.

Du wirst mir vertraut!
Hier bei uns treffen Kinder aus verschiedenen Elternhäusern, mit unterschiedlichem familiärem, kulturellem und nationalem Hintergrund zusammen. Was sich gesellschaftlich noch schwierig gestaltet, wird hier „im Kleinen“ oft schon selbstverständlich voneinander erfahren und miteinander gelebt.