Amtliche Mitteilungen 12.07.2023


Liebe Bürgerinnen und Bürger,


Berufs- und Ausbildungsmesse „Die Alleskönner“ für das Handwerk

Zum ersten Mal hat die Berufs- und Ausbildungsmesse „Die Alleskönner“ im Hofgarten Kleinheubach stattgefunden.

Zum ersten Mal hat die Berufs- und Ausbildungsmesse „Die Alleskönner“ im Hofgarten Kleinheubach stattgefunden. Als sehr erfolgreich und interessant wird die Messe von den teilnehmenden Handwerksbetrieben, als auch von den Besuchern der Messe betitelt. Die Firmen haben auf sich aufmerksam gemacht und die Vielfalt des Handwerks gezeigt. Insbesondere freut es mich, dass so viele Firmen aus Kleinheubach diese Chance, teils erstmalig, mit einem Messestand genutzt haben. Aufgrund des großen Zuspruches soll die Ausbildungsmesse wieder stattfinden. Ein großes Dankeschön ergeht an dieser Stelle an die Kreishandwerksmeisterin Monique Haas, die mit dieser Idee, eine neue Möglichkeit für die Sicherung der Ausbildungsplätze geschaffen hat.

Neue Wege gehen und etwas versuchen ist ein entscheidendes Merkmal für den Erfolg des Handwerks. In der Woche nach der Messe hatte ich Besuch von zwei Handwerkern auf der Wanderschaft. Eine Schneiderin und ein Zimmermann pflegen den alten Brauch der Wanderschaft, um sich weiterzubilden. Die Wanderzeit beträgt mindestens drei Jahre und einen Tag. Die Schneiderin ist seit eineinhalb Jahren und der Zimmermann bereits seit vier Jahren auf der Wanderschaft. Auf der Wanderschaft gibt es immer wieder Neues zu entdecken, die eigenen handwerklichen Fähigkeiten können weiterentwickelt werden und sie trägt zur Persönlichkeitsentwicklung bei.

Es ist ein guter Brauch, auf dem Rathaus vorbeizuschauen, da die Handwerker sich früher auf der Gemeinde melden mussten, um im Ort Arbeit annehmen zu dürfen. Mit dem traditionellen Spruch und guten Wünschen haben sich die beiden wieder verabschiedet und ihre Reise fortgesetzt.

Handwerker auf Wanderschaft

Erfolgreiche Handwerksbetriebe aus Kleinheubach

Zusammen mit den beiden Geschäftsführern Meike und Jan Wirl war ich anlässlich des Deutschen Mittelstands Summits in Augsburg. Die Wirl Elektrotechnik GmbH wurde mit dem TOP 100 Siegel ausgezeichnet. Die Auszeichnung erfolgte aufgrund einer Bewerbung und wissenschaftlichen Auswertung in der Kategorie „Innovationserfolg“.

Die Pressemitteilung hierzu lautet: Weit mehr als Steckdose und Stromleitung – W I R L Elektrotechnik erstellt ganzheitliche Energiekonzepte mit intelligenter Steuerung. Wenn es also darum geht, Wärme und Strom zusammenzudenken, kann niemand diesem Team so schnell etwas vormachen: „Wir vernetzen und optimieren beide Energiearten für unsere Kunden auf vielfältige Weise. Auf diese Weise können wir den Energiebedarf von Gebäuden um rund die Hälfte reduzieren“, betont der Geschäftsführer Kai Wirl und ergänzt: „Oftmals werden Solaranlagen einfach so aufs Dach gepackt, Heizungsbauer und Elektriker reden nur das Nötigste miteinander.“ Bei diesem Mittelständler lautet hingegen das Credo: Wärme, Strom und Gebäude als Ganzes betrachten. „Wir blicken stets auf das komplette Energiemanagement und stimmen Verbrauch und Produktion intelligent aufeinander ab“, sagt Kai Wirl, der zusammen mit Meike und Jan Wirl das Familienunternehmen in der dritten Generation führt. Der intelligente Einsatz von Solarmodulen produziert dabei nicht nur Strom, sondern auch Wärme. Somit wird ein um 75 Prozent höherer Wirkungsgrad erreicht als bei der klassischen Nutzung der Module. Zudem nutzt man die Restwärme verschiedener Prozesse.

Die Auszeichnung zeigt, wie groß die Innovationskraft unserer ortsansässigen Handwerksbetriebe ist.

Beeindruckt haben mich im Rahmen der Feierstunde die beiden Gastredner. Sowohl Ranga Yogeshwar für die Auszeichnung der Innovatoren, als auch Bundespräsident a. D. Christian Wulff als Redner für den Bereich der Top Berater.

Bild TOP 100-Auszeichnung Ranga Yogeshwar würdigt W I R L Elektrotechnik

Foto: KD Busch/compamedia

Konzessionsvertrag Strom

Wie ich bereits berichtete, hat der Marktgemeinderat den Beschluss gefasst, den Konzessionsvertrag Strom mit dem Bayernwerk zu verlängern. Die Unterzeichnung des Vertrages ist jetzt erfolgt. Die Bayernwerk Netz GmbH (Bayernwerk) wird in Kleinheubach die nächsten 21 Jahre die Stromnetze betreiben. Am 27.06. haben Bürgermeister Thomas Münig und Bernd Göttlicher vom Bayernwerk den Konzessionsvertrag unterzeichnet.

Der Markt hat dem Bayernwerk den Zuschlag für die Stromkonzession bis zum 30.

September 2044 erteilt. Somit ist das Bayernwerk in den nächsten 21 Jahren für die Stromnetze der Kommune und die sichere Versorgung ihrer Bürgerinnen und Bürger mit elektrischer Energie verantwortlich. Die Konzession erlaubt dem Bayernwerk Leitungen in öffentlichen Wegen zu verlegen. Das Bayernwerk hat ein schlüssiges Konzept für eine zukunftsweisende, langfristig sichere Versorgung, wie es die Energiewende in unserer Marktgemeinde konkret voranbringt. „Wir freuen uns sehr, dass wir in Kleinheubach die Stromnetze betreiben dürfen“, sagte Bernd Göttlicher, „uns ist eine sichere, zukunftsfähige und effiziente Versorgung wichtig. Deshalb investieren wir kontinuierlich in unsere Netze.“ Aufträge vergibt das Bayernwerk vorzugsweise an heimische Firmen.

Kleinheubach liegt im Zuständigkeitsbereich des Bayernwerk-Kundencenters Marktheidenfeld. Zum Stromnetz von Kleinheubach gehören rund 80 km Stromnetz und rund 2.300 Hausanschlüsse. Die jährliche Energieabgabe liegt bei rund 33.000.000 Kilowattstunden. Vom Kundencenter Marktheidenfeld aus betreuen 66 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon viele mobile Servicetechniker, das Bayernwerknetz in der Region.

Konzessionsvertrag

Stand der Gasversorgung für den Winter

Am 05.07. fand die Beiratssitzung der gasuf statt. Da die gasuf die Konzession zur Gasversorgung in Kleinheubach und Laudenbach besitzt, sind beide Bürgermeister auch Mitglied im Beirat. Stefan Distler und ich haben an der Beiratssitzung in Volkach teilgenommen. Der Geschäftsführer hat in seinem Jahresbericht über die geschäftliche Entwicklung des letzten Jahres informiert und einen Ausblick auf die weitere Geschäftsentwicklung, als auch auf den Stand der Gasversorgung für den kommenden Winter gegeben. Aufgrund der Gasmangellage im Jahr 2022, hat die Regierung den notwendigen Füllstand der Gasspeicher zu bestimmten Stichtagen gesetzlich geregelt. Zum 01.09. müssen die Gasspeicher z. B. zu 75 % gefüllt sein. Bereits zum 27.06. konnte ein Füllstand von 80 % erreicht werden, sodass davon ausgegangen werden kann, dass die Gasversorgung für diesen Winter sichergestellt ist. Dies ist auch dem Umstand geschuldet, dass der Gasverbrauch rückläufig ist. Unter anderem konnte auf Verbraucherseite durch Einsparmaßnahmen der Verbrauch deutlich reduziert werden. Dieser Weg muss konsequent fortgesetzt werden.

Beim Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Unternehmens wurde berichtet, dass  Neubaugebiete aktuell keine Gasversorgung mehr erhalten. Das Unternehmen passt sich an die aktuellen Notwendigkeiten an, orientiert sich neu und erweitert seinen Geschäftsbereich. Die vorhandenen Gasnetze werden für eine zukünftige Beimischung, unter anderem von Wasserstoff, untersucht und umgerüstet. Schon heute ist die gasuf als Lieferant für Wärme durch den Bau von Heizzentralen tätig. Hierbei kommen neben Gas und Holz als Brennstoffe auch Wärmepumpen zum Einsatz. Die Unterstützung der Kommunen bei der kommunalen Wärmeplanung, sowie bei der Erstellung und dem Betrieb von Nahwärmenetzen, ist ebenfalls geplant.

Ihr

Thomas Münig